Mit den alten Problemen ins neue Schuljahr

Portrait Pfaffmann

Montag, 15. September 2008

Zum Beginn des neuen Schuljahres wünscht der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann den bayerischen Schülerinnen und Schülern einen guten Start. „Aber ich wünsche ihnen vor allem, dass sich bald etwas an den eklatanten Missständen an Bayerns Schulen ändert", so Hans-Ulrich Pfaffmann weiter. „Nur dann werden sie die bestmöglichen Startchancen im Leben haben."

An den Schulen herrschten Stillstand und Reformstau, meint Pfaffmann. „Die Probleme sind auch im neuen Schuljahr wieder die alten und Verbesserungen sind nicht zu erkennen. Wir haben auch im neuen Schuljahr viel zu große Klassen, in denen ein individueller Unterricht nicht möglich ist. Bayern hat nach wie vor zu wenig Lehrer an den Schulen eingestellt, um einen vernünftigen Unterricht zu gewährleisten. Das, obwohl gleichzeitig fertige Lehrerinnen und Lehrer auf der Straße stehen."

Auch im kommenden Schuljahr würden die Kinder der vierten Grundschulklasse unter einem enormen Übertrittsdruck leiden. „Auch die Schaffung vieler neuer Kombiklassen an den Grundschulen, nur um Lehrer einzusparen ist der Beleg dafür, dass die Staatsregierung auf dem Rücken der Kleinsten einsparen will. Dasselbe gilt für die viel zu geringe Zahl von gebundenen Ganztagsangeboten an den Schulen. Dabei sind hier Investitionen in die Zukunft unserer Kinder und damit auch unseres Landes sinnvoll und unerlässlich."

Wie Investitionen in Schulen aussehen müssen, mache die Stadt München vor. Hier werde zum Beispiel nachfrageorientiert in Ganztagsschulen investiert. Pfaffmann „Davon ist der Freistaat noch weit entfernt.“

Die CSU habe in den letzten Jahrzehnten die Schulen im Freistaat mit einem Berg von Problemen überhäuft. Diese Probleme aber habe sie jahrelang geleugnet und alle Lösungsansätze zurückgewiesen. Mittlerweile aber erkenne das Kultusministerium unter dem Druck der Öffentlichkeit die Probleme zum Teil an, die Lösungen aber beschränkten sich auf kosmetische Korrekturen. Pfaffmann: „Die bevorstehende Landtagswahl muss zu einer Volksabstimmung für eine bessere Bildung und bessere Schulen in Bayern werden, denn Bildungsreformen in Bayern sind nur ohne die CSU möglich."

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