Marianne Schieder: Milchbauern vor Willkür des Handels schützen

Freitag, 30. Mai 2008

Aus Sicht der bayerischen SPD-Bundestagsabgeoordneten, Marianne Schieder,hat der Lebensmittelhandel durch die enorme Konzentration in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass einige wenige die Preise für Lebensmittel diktieren können. "Besonders ärgerlich finde ich, dass sich zahlreiche Politiker aus Bayern jetzt plötzlich mit den Milchbauern solidarisch erklären, die in den letzten Jahren durch ihre Entscheidungen erheblich zur Verdrängung mittelständischer Strukturen beigetragen haben. Dadurch haben sie die Milchbauern einigen wenigen Akteuren ausgeliefert", so Marianne Schieder.

Die Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Schwandorf-Cham ruft die Verbraucher zur Solidarität mit den Landwirten auf: "Die Konsumenten sollten auf Produkte aus der Region zurückgreifen und gleichzeitig den Willen haben, einen fairen Preis zu zahlen. Zeigen Sie den Handelsriesen die kalte Schulte", fordert Marianne Schieder die Konsumenten auf. Sie müssten zeigen, dass sie keine Lust mehr haben, einige wenige, die nicht mal aus der Region kommen, an der Milch verdienen zu lassen. "Den Menschen muss klar sein, dass gerade in Bayern die Milchbauern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum sind", verdeutlicht die SPD-Bundestagsabgeordnete. Sie ist überzeugt, dass sich die Situation verändern lässt, wenn Bauern, Konsumenten und Politiker an einem Strang ziehen. "Wir dürfen die Preisgestaltung und die Versorgung im Lebensmittelsektor nicht den großen Discountern überlassen", postuliert Marianne Schieder.

"Ich finde es sehr mutig und habe großen Respekt vor den beteiligten Bauern. Sie stellen nicht nur Forderungen, sondern handeln. Und das, obwohl sie keine Streikkasse haben, die die fehlenden Einnahmen kompensiert", würdigt Marianne Schieder die Proteste. Am Samstag wird sich Marianne Schieder mit streikenden Bauern aus ihrem Wahlkreis in einem der Streiklokale treffen.

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