Als unehrlich verurteilt SPD-Landtagsfraktionschef Franz Maget die Doppelzüngigkeit der CSU in der Frage eines Massekredits an das insolvente Fürther Versandhaus Quelle. „Während Tausende von Menschen insbesondere in Mittelfranken um ihre Arbeitsplätze bangen, betreibt die CSU eine ebenso beschämendes wie durchsichtiges Doppelspiel", erklärte Franz Maget am Sonntag in München.
„Nachdem Ministerpräsident Seehofer sich bereits vor Tagen voreilig und populistisch mit dem neuen Quelle-Katalog ablichten ließ und dadurch mit den Hoffnungen der Menschen gespielt hat, verbreitet CSU-Wirtschaftsminister zu Guttenberg von Berlin aus gezielt Meldungen, wonach Quelle nicht mehr überlebensfähig sei – das ist unehrlich und unwürdig", kritisiert Maget.
„Ich hoffe, dass am Montag eine gute Entscheidung für Quelle doch noch möglich ist", betont der SPD-Fraktionsvorsitzende. „Ich weiß aber auch, dass dafür eine positive Zukunftsprognose ebenso Voraussetzung ist wie eine Besicherung der staatlichen Hilfen." Maget: „Ich werde Gelegenheit nehmen, darüber am Montag mit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück in Berlin bei der Sitzung des SPD-Parteivorstands ausführlich zu sprechen."