Maget fordert Ende der Funkstille zwischen bayerischer Staatsregierung und Prag

Portraitfoto von Franz Maget

Sonntag, 18. Januar 2009

„Die vom früheren bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner als 'Vierter Stamm Bayerns' bezeichneten Sudetendeutschen fühlen sich im Freistaat nicht nur heimatlich wohl, sondern sie haben auch einen maßgeblichen Beitrag zur wirtschaftlichen Aufbauleistung Bayerns nach dem Zweiten Weltkrieg geleistet", würdigt SPD-Landtagsfraktionschef Franz Maget zur 60-Jahr-Feier der Sudetendeutschen Landsmannschaft am Wochenende in München deren wichtige Rolle. „Im gemeinsamen Haus Europa kommt es jetzt darauf an, die Wunden der Vergangenheit endgültig zu schließen und gemeinsam mit dem tschechischen Nachbarn den Weg in die Zukunft zu gehen", fordert Maget.

„Ich erwarte deshalb von Bayerns Ministerpräsident Seehofer, dass er als höchster Repräsentant des Freistaats jetzt endlich das nachholt, was seine Vorgänger Beckstein, Stoiber und Streibl seit nun bald zwei Jahrzehnten versäumt haben, nämlich korrekte und freundschaftliche Beziehungen zum bayerischen Nachbarn Tschechien herzustellen", betont der SPD-Fraktionschef. „Es kann nicht sein, dass es gute private, familiäre und wirtschaftliche Verbindungen gibt, aber Funkstille auf der politischen Ebene der Bayerischen Staatsregierung."

Maget empfiehlt Seehofer, "seine erste Prag-Reise als bayerischer Regierungschef nicht zwingend von einer Beteiligung der Sudetendeutschen Landsmannschaft abhängig zu machen, sondern möglichst schnell den Boden dafür zu bereiten, dass auch die Vertreter der Vertriebenen daran anschließend in die Kontakte zum tschechischen Nachbarn mit einbezogen werden".

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