Maget: Augsburger Bischof Mixa soll zurücktreten

Portrait Maget

Freitag, 16. April 2010

Der Vorsitzende des Vereins Kirche und SPD in München, Franz Maget, fordert den Augsburger Bischof Mixa auf, sein Amt zumindest bis zur Klärung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Kindesmisshandlung und möglicherweise finanzieller Unregelmäßigkeiten ruhen zu lassen. Im Vorfeld der Frühjahrsversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) in München sagte der Landtagsvizepräsident: „Jeder Bischof hat das Recht, jederzeit sein Amt niederzulegen, davon sollte Bischof Mixa jetzt Gebrauch machen, um weitern Schaden von der katholischen Kirche abzuwenden."

Die Stimme der Kirchen und ihre sozialethische Vernunft sei gerade heute von besonderer Bedeutung, stellt der Katholik fest. Umso bedauerlicher seien die Schatten, die durch die zahlreichen Fälle des sexuellen Missbrauchs und der Kindesmisshandlung in katholischen Einrichtungen derzeit auf die gesamte Institution der Kirche fallen. Maget fordert einen offenen und aufrichtigen Umgang mit den bekannt gewordenen Verfehlungen. Nur so könne die Kirche ihre beschädigte Autorität wiederherstellen. Maget: „Die Opfer haben zudem ein Recht darauf, dass nun ihr individuelles Schicksal über die Interessen der Institution Kirche gestellt wird."

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