SPD-Bildungssprecher Pfaffmann fordert Stellen für die gymnasiale Oberstufe, die nicht woanders wieder abgezogen werden
Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann, fordert in einem aktuellen Antrag die Erhöhung der Planstellen für die gymnasiale Oberstufe. An den staatlichen Gymnasien soll das Budget der einzelnen Schulen jeweils um eine zusätzliche Planstelle erhöht werden. Diese neuen Stellen dürfen nicht zu Lasten anderer Bereiche gehen. Pfaffmann: „Die ohnehin schwierige Situation an der gymnasialen Oberstufe wird sich ab dem kommenden Schuljahr deutlich verschärfen. Die Schüler des G8 erreichen die neu konzipierte Oberstufe, das sind rund 30 000 Schüler. Gleichzeitig beenden die G9-Schüler die Oberstufe. Dies ist eine große Herausforderung, die nur mit ausreichend vorhandenem Lehrpersonal bewältigt werden kann", erklärt der Bildungsexperte und Vorsitzender der Münchner SPD.
Pfaffmann weist nach, dass die bisher angekündigten Stellenmehrungen woanders wieder abgezogen werden. „125 Stellen werden aus dem Pool zur Vermeidung von Unterrichtsausfall an allen Schularten genommen und 175 Stellen aus dem Pool zum Abbau großer Klassen am Gymnasium", erklärt Pfaffmann. Hier werde die eine Baustelle zugeschüttet und eine andere wieder aufgemacht, das sei keine seriöse Schulpolitik, sondern die pure Verzweiflung angesichts der Probleme an den Schulen. Pfaffmann: „Die CSU versucht, ein positives Scheinbild zu zeichnen. Das ist schulpolitische Schönfärberei."