Landtagsvizepräsident Maget: Rückzug von Mixa wäre erst der Anfang

Portraitfoto von Franz Maget

Mittwoch, 21. April 2010

Der Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Franz Maget, begrüßt die ernsthaften Bestrebungen von katholischen Laien als auch des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, den Augsburger Bischof Walter Mixa zum Amtsverzicht zu bewegen.

Maget: „Mit einem Amtsverzicht könnte der in die Kritik geratene und schwer belastete Bischof Mixa seiner Kirche einen Dienst erweisen." Der Vorsitzende des Vereins Kirche und SPD München verweist aber darauf, dass damit nur ein erster Schritt getan wäre. Es gehe nämlich nicht um den Schutz der katholischen Kirche, sondern um eine umfassende, offene und ehrliche Aufklärung von Verfehlungen von Geistlichen gegen Kinder und Schutzbefohlene, die Gewalt und sexuellen Missbrauch erleiden mussten. „Nur durch eine umfassende, offene und ehrliche Aufarbeitung der Vorfälle ist eine Wiederherstellung der moralischen Glaubwürdigkeit der christlichen Kirchen möglich", stellt Maget fest.

Er ist darüber hinaus der Auffassung, dass die katholische Kirche auch ihre Sexualmoral überdenken müsse: „Die katholische Kirche muss nach meinem Dafürhalten dringend eine Kehrtwende in ihrer nicht mehr zeitgemäßen und geradezu verhängnisvollen Sexualmoral machen. Dazu zählt für mich nicht nur der Zölibat, sondern auch das Thema Empfängnisverhütung und der Umgang mit Homosexualität", so der Landtagsvizepräsident.

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