Landtagsvizepräsident Maget nennt Bischof Müllers Äußerungen unerträglich und unverzeihlich

Portraifoto von Franz Maget

Montag, 22. März 2010

Zu den Äußerungen des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller, der den Medien im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen eine „Kampagne gegen die Kirche" vorwirft und die Berichterstattung in die Nähe der kirchenfeindlichen Haltung der Nationalsozialisten stellt, erklärt der Vorsitzende des Arbeitskreises „Kirche und SPD", Landtagsvizepräsident Franz Maget:
„Die Kirchen, insbesondere die katholische, erleben zur Zeit eine tiefgreifende Vertrauenskrise. Aus dieser Krise kann die katholische Kirche nur einen Weg finden, wenn sie glaubwürdig und unmissverständlich die Missbrauchsfälle bedauert. Sie muss diese Fälle ernst nehmen und alles tun, um derartige unerträgliche Übergriffe für die Zukunft zu vermeiden. Notwendig ist auch ein Umdenken in der kirchlichen Sexualmoral.

Jeder Anschein, dass das Institut Kirche vor die Interessen der Betroffenen gestellt wird, fügt der Kirche schweren Schaden zu. Diesen Vorwurf muss sich auf jeden Fall der Regensburger Bischof Müller für seine unerträglichen und unverzeihlichen Äußerungen vom Wochenende gefallen lassen."

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