Landarztquote reicht nicht aus

Portrait Dittmar

Mittwoch, 7. April 2010

Die SPD-Gesundheitspolitikerin Sabine Dittmar hält die von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler vorgeschlagene und von Bayerns Gesundheitsminister Söder unterstützte Landarztquote für nicht Ziel führend. „Mit einer Landarztquote allein werden wir das Problem nicht lösen können. Wir müssen zugleich die Arbeitsbedingungen verbessern und für eine bessere Bezahlung der Landärzte sorgen", erklärt die Ärztin.

Das Problem des Ärztemangels in ländlichen Gebieten und wenig prosperierenden Städten sei nicht erst seit gestern bekannt. Die bayerische Staatsregierung habe hier einiges versäumt. „Von Gesundheitsminister Söder kommt hier nur heiße Luft. Wenn sich diese Frage nicht zentralistisch beantworten lässt, soll er wenigstens regional handeln", erklärt die Gesundheitspolitikerin.

Dittmar fordert vereinfachte und sachgerechtere Zugangsbedingungen zum Medizinstudium mit ausreichenden Studienplätzen für Medizin, Lehrstühle für Allgemeinmedizin, Stipendien und Investitionshilfen für die Niederlassung. „Dies alles muss auf Länderebene geregelt werden", erklärt die Ärztin, die die Situation aus eigener Erfahrung bei der Suche nach einem Praxisnachfolger kennt.

All diese Forderungen hat die SPD bereits im Dezember 2008 mit ihrem „Masterplan zur Stärkung der ambulanten Versorgung"(Drucksache 16/218) in den Landtag eingebracht – abgelehnt von Gesundheitsminister Markus Söder und der CSU-FDP-Koalitionsmehrheit!

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