Angesichts der Debatte um den Alkoholkonsum von Jugendlichen erklärt die Generalsekretärin der BayernSPD Natascha Kohnen:
Die CSU beklagt den Alkoholmissbrauch bei jungen Menschen. In Besorgnis erregendem Umfang fände er statt und gefährde die Gesundheit unserer Jugendlichen. Stimmt! Eine Wehklage allein jedoch genügt nicht. Auf konkrete Maßnahmen kommt es an. Und da wird es plötzlich ganz still um die CSU. Denn umgesetzt wurde bislang gar nichts. Stattdessen schiebt die CSU das Thema lieber auf die lange Bank, um den Koalitionsfrieden mit der FDP nicht zu gefährden. Offenbar ist ihr das Thema nicht wichtig genug, um sich mit der „Wir-sind-gegen-jegliche-Einschränkung-der-persönlichen-Freiheit“-Partei anzulegen. Vielleicht ist sie dem Koalitionspartner inzwischen aber auch nicht mehr gewachsen.
Die BayernSPD hat konstruktive Vorschläge gemacht, um den Konsum von hartem Alkohol bei Jugendlichen einzudämmen. Die CSU hat an wirksamen Sofortmaßnahmen jedoch augenscheinlich kein Interesse. Stattdessen verzögert sie sinnvolle Schritte aus parteitaktischen Motiven heraus. Eifrig kündigt sie im gleichen Atemzug ein Gesamtpaket an, ohne selbst nutzbringende Vorschläge zu unterbreiten. Offenkundig will sie die Empfehlungen der SPD in ein eigenes Konzept einarbeiten, um es der Bevölkerung anschließend unter dem Deckmantel CSU-eigener Ideen zu präsentieren. Ein derartiges Armutszeugnis ist beispielhaft. Willkommen im CSU-Polit-Theater.