Angesichts der Plenarsitzung der Kulturministerkonferenz in München erklärt die Generalsekretärin der BayernSPD Natascha Kohnen:
Am Donnerstag trifft Staatsminister Spaenle seine Ressortkollegen aus den anderen Bundesländern. Er sollte die Gelegenheit beim Schopfe packen und sich von den Bildungsministern aus Schleswig-Holstein und Berlin eine dicke Scheibe abschneiden. Denn dort hat sich das Konzept der Gemeinschaftsschule bereits bewährt, wie es von der BayernSPD am 8. Mai auf ihrem kleinen Parteitag beschlossen wurde.
Die Überzeugung, dass zu einem modernen Bildungswesen eine längere gemeinsame Lernzeit der Schülerinnen und Schüler gehört, hat sich inzwischen in vielen Bundesländern durchgesetzt – selbst in CDU-geführten Ländern. Bayern hinkt indessen meilenweit hinterher und macht sich mit dem Flickwerk der Mittelschule strukturell zum Bildungsschlusslicht in Deutschland.
Dass sich Minister Spaenle mit seiner Bildungspolitik auch gegen die Meinung von Eltern stellt zeigt der offene Brief, mit dem sich der Verein der Gymnasialeltern Bayern kürzlich an den Minister gewandt hat. Wider jeder Vernunft, wider jeden Plädoyers von Erziehungswissenschaftlern und Hirnforschern und selbst wider der amtierenden Bürgermeister aus den eigenen Reihen halte die Staatsregierung ideologisch verbohrt an einem strikt gegliederten Schulsystem fest – so der Vorwurf des Vereins. Und das, nachdem eben ein CDU-Ministerpräsident abgewählt worden sei, der sich das gegliederte Schulsystem auf die Fahnen geschrieben hatte. Damit haben sie ins Schwarze getroffen! Eines ist klar: mit Spaenle wird Bayern nicht Schule zu machen!