Zum Energiekonzept der Staatsregierung erklärt die Generalsekretärin der BayernSPD Natascha Kohnen:
Das Energiekonzept der Staatsregierung gleicht dem Tanz auf einem Vulkan. Trotz des Widerstands innerhalb der Bevölkerung, trotz evidenter Sicherheitsrisiken, trotz aller ungelösten Fragen der Endlagerung stellt sie die Verlängerung der Atomkraftwerke apodiktisch in den Mittelpunkt ihrer Energiepolitik. Damit serviert sie nicht nur die Belange junger Menschen eiskalt ab, die mit den Konsequenzen dieser Politik leben müssen. Sie beunruhigt die Bürgerinnen und Bürger in ganz Bayern und setzt überdies unzählige Arbeitsplätze im Freistaat aufs Spiel, die im Bereich erneuerbare Energien entstanden sind. Vor allem die mittelständische Wirtschaft wird die Folgen zu spüren bekommen. Denn mit ihrer althergebrachten Energiepolitik sorgen CSU und FDP für Unsicherheit bei denjenigen, die in Fortschritt investieren wollen.
Wer die Kernkraft solange nutzen will, wie dies „energiepolitisch geboten und sicherheitstechnisch unbedenklich“ ist, so wie es die Staatsregierung fordert, der darf am Atomausstieg nicht rütteln. Denn energiepolitisch geboten ist eine schnelle Umstellung auf erneuerbare Energien. Und wer glaubt, die Kernenergie sei derzeit sicherheitstechnisch unbedenklich, glaubt wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann.