Zu den Äußerungen des CSU-Landesgruppenvorsitzenden Hans-Peter Friedrich, die Restlaufzeiten von Atomkraftwerken aufzuheben, erklärt die Generalsekretärin der BayernSPD Natascha Kohnen:
Die CSU scheint tatsächlich von allen guten Geistern verlassen zu sein. Mit seiner Äußerung, die Restlaufzeiten von Atomkraftwerken aufzuheben, legt der CSU-Landesgruppenvorsitzende Hans-Peter Friedrich erneut einen Offenbarungseid ab, der die Konzeptionslosigkeit der CSU in Fragen der Energiepolitik offenlegt.
Indem Friedrich entsprechende Forderungen von CSU-Chef Seehofer vom Februar wieder aufwärmt, tritt er die Überzeugung einer überwiegenden gesellschaftlichen Mehrheit mit Füßen und steuert geradewegs auf eine gesellschaftliche Konfrontation zu.
Der Atomausstieg beruht auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens. Ein Großteil der Bürger befürwortet ihn. Wenn die CSU dies weiter ignoriert, setzt sie sich über diese große Mehrheit hinweg. Obendrein bürdet sie künftigen Generationen die Folgen ihrer unverantwortbaren Politik auf, solange sie keine realisierbaren Vorschläge zu Fragen der Endlagerung vorlegen kann. Die BayernSPD wird sich dem entgegenstellen - im Interesse der bayerischen Mehrheit und nachfolgender Generationen.