Übermorgen beginnt das neue Ausbildungsjahr. In Bayern warteten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Juli noch mehr als 20.000 Bewerber auf einen Ausbildungsplatz. Damit vergeuden die bayerischen Unternehmen das Potenzial von 20.000 Fachkräften.
Auch die bayerische Wirtschaft hat von den beiden Konjunkturpaketen enorm profitiert, mit der die Große Koalition auf die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise reagiert hat. Die Nachwirkungen der Wirtschaftskrise dürfen daher kein Vorwand sein, um bei den Lehrstellen zu sparen. Im eigenen Interesse müssen die Unternehmen jetzt ihren Beitrag für Beschäftigung und Stabilität leisten.
Die jüngste Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages hat ergeben, dass 19 Prozent der Unternehmen in Bayern und Baden-Württemberg Probleme haben, offene Stellen zu besetzen. Dem kann die Wirtschaft nur begegnen, indem sie die notwendigen Fachkräfte selbst ausbildet. Denn wer heute nicht ausbildet, dem fehlen morgen noch mehr Fachkräfte. Und ohne Fachkräfte gibt es keine Aufträge.
Die BayernSPD fordert die bayerischen Unternehmen auf, ausreichend Lehrstellen zu schaffen, um Bayerns Jugendlichen eine Perspektive zu bieten. Sie investieren damit in ihr eigenes Wachstum.