Klimaanlagen auch für Nahverkehrszüge

Porträt Paul Wengert

Donnerstag, 22. Juli 2010

Der Schweiß rinnt derzeit nicht nur bei vielen ICE-Passagieren, weil in etlichen Hochgeschwindigkeitszügen die Klimaanlagen nicht funktionieren; auch viele Nutzer des Schienennah- und Regionalverkehrs leiden unter völlig überhitzen Zügen. Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Paul Wengert, Füssen, hat dies zum Anlass für eine Schriftliche Anfrage an die Bayerische Staatsregierung genommen. Er möchte wissen, wie viele im Nahverkehr eingesetzte Züge über Klimaanlagen verfügen und welche Erkenntnisse über deren Ausfallhäufigkeit vorliegen. Ferner fragt der Abgeordnete nach, für welche Streckennetze in den Ausschreibungen die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) Klimaanlagen gefordert, bzw. warum sie darauf verzichtet hat. Schließlich will Dr. Wengert wissen, welche Konsequenzen die Bayerische Eisenbahngesellschaft beim Ausfall von Klimaanlagen in Nahverkehrszügen zieht.

„Ich bin sehr auf die Antworten gespannt. Schließlich geht es nicht nur um die Gesundheit und den Komfort von ICE-Passagieren. Auch die Bahnkunden im Nahverkehr, vor allem die Zigtausende von Pendlern, die ohnehin unter vielen Problemen im Bahnverkehr leiden, haben einen Anspruch auf ordentliche Beförderung", so Dr. Wengert.

Er werde die Probleme mit überhitzen Zügen und ausfallenden Klimaanlagen nächste Woche auch mit dem neuen Beauftragten für politische Kommunikation und Berater von Bahn-Chef Rüdiger Grube, Georg Brunnhuber, besprechen. Der frühere Bundestagsabgeordnete, Verkehrsexperte und ehemalige baden-württembergische CDU-Landesgruppenchef im Bundestag war bis Ende März Mitglied des DB-Aufsichtsrats und hat seine neue Funktion am 1. Juli übernommen.

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