Keine Sonderopfer der Rentner wegen Finanzkrise

Portrait Angelika Graf

Freitag, 16. Januar 2009

Anlässlich der Diskussionen um eine „Überprüfung“ der Renten aufgrund der Finanzkrise erklärt die Vorsitzende der bayerischen SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus und Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf stellvertretend für die rund 35.000 Senioren in der bayerischen SPD:

"Der Vorschlag, den Rentnerinnen und Rentnern aufgrund der von Bankmanagern verursachten Finanzkrise die Rente zu kürzen, ist an Unverfrorenheit nicht zu überbieten.

Seit vielen Jahren haben Rentnerinnen und Rentner einseitige Belastungen getragen und damit ihre Solidarität mit den Jüngeren bewiesen. Beide Gesundheitsreformen haben den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern überdurchschnittliche Belastungen zugemutet. Die Entlastungen bei der Arbeitslosenversicherung kommen ihnen hingegen nicht zugute. Jetzt erneut die Rentnerinnen und Rentner zu einem Sonderopfer zu drängen, ist unverfroren. Diejenigen, die diese Rentenkürzungen nun vorschlagen, haben offenbar keine Ahnung davon, wie es ist, von 600 Euro Rente zu leben. Die Lasten aus der Finanzmarktkrise nun den Rentnern aufbürden zu wollen, hilft uns in so einer Krise nicht weiter, sondern schürt nur unnötig und künstlich einen Generationenkonflikt."

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