Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kathrin Sonnenholzner, hält die heutigen Proteste der bayerischen Fachärzte für legitim, ihre Befürchtungen aber, dass es durch die neue Abrechnungsform zu drastischen Einkommenseinbußen kommen werde, für nicht begründet. Die Ärztin appelliert an ihre Kolleginnen und Kollegen, die erste Quartalsabrechnung abzuwarten. Für 2009 stünden für die ambulante Versorgung sogar 280 Millionen mehr zur Verfügung und es sei gewährleistet, dass keine Praxis mehr als fünf Prozent verliere. „Ich fordere die Kassenärztliche Vereinigung Bayern auf, die Gelder unter den einzelnen Arztgruppen gerecht zu verteilen, um die Verunsicherung bei Ärzten und Ärztinnen sowie bei Patientinnen und Patienten zu beenden", erklärt Sonnenholzner.
Dem Vorhaben einiger Ärzte, ihre Kassenzulassung zurück zu geben, erteilt Sonnenholzner eine klare Absage: Dies sei eindeutig rechtswidrig, da ja Verträge bestünden. Im Übrigen schade ein solches Vorgehen den Ärzten selbst am meisten, da die Krankenhäuser die Versorgung der Patienten übernehmen müssen.