Der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher hat kein Verständnis für die Rückendeckung für den Augsburger Bischof Mixa durch Justizministerin Beate Merk. Mixa hatte in einem Zeitungsinterview gesagt, die sexuelle Revolution sei sicher nicht unschuldig am Missbrauch von Kindern durch pädophile Priester.
"Wenn sich die Ministerin Mixas unglückliche Erklärungsversuche zu Eigen macht, erweist sie den Missbrauchsopfern einen Bärendienst", so Rinderspacher. "Nicht mit peinlicher Freizügigkeitslyrik kommt die öffentliche Debatte voran, vielmehr sollte die Ministerin ihren Einfluss geltend machen, dass die Deutsche Bischofskonferenz eine vollständige Aufklärung aller Missbrauchsfälle gewährleistet. Darüber hinaus ist sie aufgefordert, für geeignete Präventionsmaßnahmen sorgen und ein Null-Toleranz-Prinzip einführen."