„Wir wollen mit unseren Inhalten überzeugen“, sagte Franz Maget zum Start der Wahlkampagne der BayernSPD am Dienstag, 19. August 2008, in München.
Er präsentierte gemeinsam mit Frank Stauss von der Werbeagentur BUTTER. die erste von drei Plakatwellen für den Landtagswahlkampf. Grundlage der Themen-Plakate ist eine Umfrage von tns infratest. Diese zeigt, dass die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler im Freistaat hinter den Zielen der BayernSPD steht:
- Drei von vier Bayern wollen, dass gute Bildung nicht vom Geldbeutel abhängt.
- 79 Prozent der Bayern wollen keine neuen Atomkraftwerke.
- Beinah alle – 98 Prozent – wollen, dass Frauen für gleiche Arbeit auch gleichen Lohn bekommen.
- 81 Prozent der Bayern wollen mehr Ganztagsbetreuung in den Schulen, und
- 77 Prozent der Bayern sind für Mindestlöhne.
Auf rund 1000 mobilen Großflächenplakaten, sogenannten „Wesselmann-Tafeln“, werden diese Zahlen nun bayernweit präsentiert.
„Wir wollen, dass die Bayern mit ihrem gewohnten Wahlverhalten brechen“, erklärte BUTTER.-Geschäftsführer Frank Stauss, der auch den letzten Bundestagswahlkampf gestaltet hatte. „Und dafür müssen wir auch mit unserer gewohnten Wahlwerbung brechen.“ Das sei dringend notwendig, um bei weniger als einem Fünftel des Budgets der CSU mit Ideen gegen deren Materialschlacht zu überzeugen. Ca. 2 Millionen Euro hat die BayernSPD für den Wahlkampf zur Verfügung. Die CSU gibt rund 11 Millionen Euro für den Wahlkampf aus – das Steuergeld, das die Staatsregierung für Becksteins Konferenzen und breit verteilte Geldgeschenke versprüht, nicht mitgerechnet.
„Die CSU wirbt mit ‚Sommer, Sonne, Bayern‘ für ihre Politik“, so Maget, „und natürlich mit einem großen Haufen Geld. Es sei auch leicht zu erklären, warum die CSU ständig von der Linkspartei in Hessen und Bayern reden lässt. „Die CSU hat vor allem ein Interesse: dass nicht über Bayern und die bayerische Politik gesprochen wird. Was sie nicht so gern hat, sind die Themen Bildung und Mindestlohn. Vor allem bei der Bildung hat die CSU-Staatsregierung in den letzten Jahrzehnten versagt. Wir haben im Schnitt 10 Prozent, die jedes Jahr die Schule ohne Abschluss verlassen. Und Mindestlöhne sind ein Gebot des Anstands und der wirtschaftlichen Vernunft. Das haben auch die Anhänger der CSU begriffen, wie die Umfragen zeigen. Wir werden die Menschen in Bayern in den nächsten sechs Wochen mit unseren Inhalten überzeugen. Schließlich stimmt die Mehrheit mit uns überein“, weiß der Spitzenkandidat der BayernSPD.