Vorsitzender des Bildungsausschusses Pfaffmann: Längere gemeinsame Schulzeit würde sich positiv auf den Lernerfolg auswirken
Der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag, Hans-Ulrich Pfaffmann, fordert nach den neuen Ergebnissen der Grundschul-Lese-Untersuchung IGLU und des internationalen TIMSS-Schultests mehr Investitionen für Grundschulen und sieht sich in der langjährigen Forderung der SPD nach einer längeren gemeinsamen Schulzeit bestätigt: „Die viel zu frühe Entscheidung über die Schullaufbahn der Kinder bereits im zehnten Lebensjahr ist und bleibt, auch bei relativ guten Ergebnissen der Studien, falsch. Die Aufteilung verschlechtert die individuelle, kind- und altersgerechte Förderung. Deswegen ist eine längere gemeinsame Schulzeit nach wie vor der bessere Bildungsweg. Auch der massive Übertrittsdruck und die Bildungsungerechtigkeit hinsichtlich Herkunft oder dem sozialem Status in Bayern wird durch die relativ guten Studienergebnisse nicht gemindert."
Die Studien scheinen nach Meinung des SPD-Bildungssprechers den Reformbedarf eher zu bestätigen. So stehe die individuelle Förderung der Schulkinder gerade in der Grundschule im Vordergrund und zwar unabhängig vom sozialen Status, von der Herkunft oder der Entwicklung der Kinder im Vordergrund. Davon profitieren alle Schulkinder. Dies zeigten die neuen Studien TIMSS und IGLU, so Pfaffmann. „Warum also sollte diese positive Ausgangslage durch den harten Übertritt im 10. Lebensjahr verschlechtern?", fragt Paffmann.