Zum Rücktritt von Siegfried Naser als Präsident des Bayerischen Sparkassenverbandes erinnert die stellvertretende Vorsitzende der BayernLB-Kommission im Bayerischen Landtag, Inge Aures, daran, dass Naser als Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der BayernLB über viele Jahre hinweg die unternehmerische Strategie der BayernLB wesentlich bestimmt hat. „Damit ist Naser nicht nur für das Debakel mit der Hypo Group Alpe Adria verantwortlich, sondern auch für die verlorenen Milliarden mit ABS-Papieren auf dem US Hypothekenmarkt. Naser wollte das ganz große Rad drehen und ist katastrophal gescheitert. Es ist nur verwunderlich, dass Naser so lange brauchte, um diese Entscheidung zu treffen. Sein Rücktritt ist überfällig - er klebte viel zu lange an seinem Stuhl," so Aures.
Die SPD-Abgeordnete zeigt sich überzeugt, das Naser nur der erste Dominostein ist, der fällt. Aures: „Es müssen und es werden weitere Rücktritte folgen." Nach wie vor in Amt und Würden seien ehemalige Entscheidungsträger aus dem Verwaltungsrat, die ebenfalls für das Desaster der Landesbank verantwortlich sind.
Aures: „Ich erwarte, dass auch der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Georg Schmid, der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag und ehemalige CSU-Vorsitzende, Erwin Huber, der ehemalige Ministerpräsiden Günther Beckstein, aber auch der Dachauer Landrat Hansjörg Christmann endlich Konsequenzen ziehen." Diese Herrschaften, so Aures, hätten bei der BayernLB nicht nur komplett versagt. Sie krönen durch das Festhalten an ihren Funktionen und Ämtern ihr Versagen jetzt auch noch mit Feigheit.