Hohn gegenüber den Beschäftigten

Foto Klaus Barthel

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Zum Scheitern der Gespräche über die Zukunft der Call-Center-Standorte der Deutschen Telekom erklärt der stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecher der Bayerischen SPD-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Klaus Barthel, MdB:

„Wegen ein paar Millionen Euro angeblicher Sachkosten-Ersparnis setzt der Vorstand der Deutschen Telekom ein weiteres Stück der Unternehmenskultur, der Motivation der Mitarbeiter und des noch verbliebenen öffentlichen Ansehens aufs Spiel.

Das öffentlich als großartig proklamierte Entgegenkommen des Vorstands kann von den Mitarbeitern und allen, die über die Dimensionen der Schließung Bescheid wissen, nur als Hohn verstanden werden. Dies gilt erst recht für den zusätzlich angekündigten Verkauf von fünf VCS-Standorten.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Vorstand aus reinem Machtkalkül Stärke zeigen will, um damit von den katastrophalen Datenschutz-Pannen und anderen Schwachstellen in eigener Verantwortung abzulenken.

Der öffentliche Druck wird unter diesen Umständen zunehmen. Die SPD-Bundestagsfraktion wird sich weiterhin auf Seiten der Beschäftigten und der betroffenen Kommunen und Regionen aktiv an der Auseinandersetzung beteiligen.“

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