Hochschulen: Mehr Geld für bessere Studienbedingungen

Portraitfoto von Isabell Zacharias

Mittwoch, 14. April 2010

Die hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Isabell Zacharias, fordert Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch zum Beginn des Sommersemesters auf, die bayerischen Hochschulen bei der Finanzierung der Korrekturen der Bologna-Reform finanziell stärker zu unterstützen. Zacharias: „Die größte Hochschulreform seit Humboldt ist kostenneutral umgesetzt worden und war somit zum Scheitern verurteilt", so Zacharias. Der Vorschlag von Heubisch, die Studienbeiträge aus staatlichen Mitteln zu verdoppeln, hält die Münchner Abgeordnete für geradezu absurd: „Wir können nicht auf die ohne unsozialen Studienbeiträge die weitere Finanzierung aufbauen", erklärt Zacharias. Es bedürfe deutlich mehr finanzieller Unterstützung des ohnehin chronisch unterfinanzierten Hochschulbereichs, zumal 2011 ein doppelter Abiturjahrgang in Bayern an die Hochschulen dränge.

Nach den massiven Protesten der Studierenden an der Umsetzung des Bologna-Prozesses Ende 2009 haben die bayerischen Hochschulen und Universitäten die ersten Korrekturen der Reform angekündigt. „Die Studierendenproteste haben den Hochschulen den Weg deutlich aufgezeigt: die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge müssen studierbarer werden. Bisher leiden sie unter einer Verschulung, zu dichter Stofffülle und zu großem Prüfungsdruck", so die Hochschulpolitikerin. Auch die ursprünglichen Ziele der Bologna-Reform, innerhalb Europas flexibler studieren zu Können, seien nicht umgesetzt worden. Die Hochschulsprecherin begrüßt, dass das Wissenschaftsministerium und die Hochschulen nun gemeinsam mit den Studierenden an der Reform der Reform arbeiten und richtige Maßnahmen ergreifen werden. „Dazu hat es jedoch erst der massiven Proteste bedurft. Manche Reparaturleistungen wären heute überflüssig, wenn die Studierenden von Anfang an beteiligt gewesen wären", bedauert Zacharias.

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