Heinz Paula: Gentechnisch verunreinigtes Saatgut offenbar auch in Bayern: Die vielfach befürchtete Katastrophe ist eingetreten

Portrait Paula

Dienstag, 8. Juni 2010

Auch im nördlichen Schwaben und ganz Bayern haben Landwirte offenbar unwissentlich gentechnisch verunreinigtes Saatgut angepflanzt. Damit ist ein hoher Schaden eingetreten - und zwar für alle: Landwirte, Verbraucher und Umwelt. Die Landwirte müssen unter Umständen hohe finanzielle Einbußen hinnehmen. Die Verbraucher, die gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen, werden verunsichert. Die Folgen für die Umwelt kennt niemand.

Das betroffene Ackerland muss unverzüglich umgepflügt werden. Die Produzenten bzw. Händler des Saatgutes müssen zur Rechenschaft gezogen werden und die Verantwortung für den Schaden übernehmen.

Auch der politische Schaden ist enorm: CSU und Bundesministerin Ilse Aigner sind in Fragen der Grünen Gentechnik gescheitert. Erst führt die CSU ein Verbot im Munde, dann gibt Frau Aigner grünes Licht für Genkartoffel Amflora.

Wirksam ist nur eine klare Absage an die Gentechnik und konsequentes Handeln. Hier sind Bund und Freistaat gleichermaßen gefordert: Bayern, wo auf 800 Hektar Ackerland fast die Hälfte des kontaminierten Staatgutes angebaut wurde, muss sich klar gegen die grüne Gentechnik positionieren und sich in Berlin erfolgreich durchsetzen. Die Zeit der bloßen Lippenbekenntnisse ist schon lange vorbei.

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