Harald Güller: Schreiber hinter Gittern - aber was ist mit der verschwundenen Festplatte von Max Strauß?

Portrait Güller

Mittwoch, 5. Mai 2010

Der frühere Vorsitzende des Schreiber-Untersuchungsausschusses im Landtag, der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion Harald Güller, begrüßt die Verurteilung des früheren Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber. Mit dem (heutigen) Urteil im Augsburger Prozess finde die mutige und vorbildliche Arbeit des früheren Richters am OLG München, Winfried Meier, des Steuerfahnders Winfried Kindler und des tödlich verunglückten Oberstaatsanwalts Jörg Hillinger ein insgesamt doch akzeptables Ergebnis, stellt Güller fest, der 2001/02 den Schreiber-Untersuchungsausschuss leitete.

„Nur schade, dass alles so lange gedauert hat. Doch auch die ständigen Behinderungen des CSU-Manns Generalstaatsanwalt Herrmann Froschauer blieben langfristig ohne durchschlagenden Erfolg", resumiert Güller mit einer gewissen Erleichterung. „Es war gut, wenn auch der Untersuchungsausschuss im Landtag dazu seinen Beitrag leisten konnte, denn solche Typen wie Froschauer wären heute als Generalstaatsanwalt nicht mehr möglich."

Ein Unbehagen bleibe zum einen wegen der verschwundenen Festplatte von Max Strauß, was die Aufklärungsarbeit möglicherweise entscheidend behinderte, erklärt Güller weiter. „Zum anderen ist natürlich unbefriedigend, dass nach wie vor ungeklärt ist, wem die Geldkonten in der Schweiz, die Schreiber der CSU und Max Strauß zuschreibt, und die dort eingegangenen Geldsummen gehören."

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