Zur von der Bundesregierung geplanten Kürzung des Wohngeldes teilt die Vorsitzende der bayerischen SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus und Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf mit:
„Die Bundesregierung hat endgültig ihren sozialen Kompass verloren. Eine Kürzung des Wohngeldes um 40 Prozent ist für viele Rentnerinnen und Rentner in Bayern nicht zu verkraften. Wohngeld erhalten sowieso nur diejenigen, deren Rente gerade einmal knapp über der Grundsicherung im Alter liegt. In Bayern sind 40 Prozent der Wohngeldempfänger Rentnerinnen und Rentner. Entweder hat Peter Ramsauer keine Ahnung von deren ohnehin schwierigen Lebensbedingungen oder sie sind ihm völlig egal.
Schwarz-Gelb zeigt immer schamloser, wer die Finanzmarktkrise und die von ihr bereits verteilten Geschenke bezahlen soll. Erst zu Jahresbeginn wurden 370 Mio. Euro ausgegeben, um Erben zu „entlasten“. Zum Vergleich: Die jetzt diskutierte Kürzung des Wohngeldes beträgt ein Volumen von etwa 310 Mio. Euro. Den Reichen geben, den Armen nehmen – das ist das Motto von Schwarz-Gelb. Ehrlicherweise hätte die Bundesregierung dies auch über den Koalitionsvertrag schreiben müssen. Das ist weder christlich noch sozial sondern einfach nur noch unanständig.“