Adelheid Rupp, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Bayern, zum internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen: „Wer meint, Gewalt gegen Frauen, gerade im häuslichen Bereich, komme nur in prekären sozialen Lagen vor, der irrt. Das Thema Gewalt geht uns alle an. Etwa jede vierte Frau hat in ihrem Erwachsenenleben, unabhängig von Bildungsstand und Gesellschaftsschicht, mindestens einmal körperliche und/oder sexuelle Übergriffe durch einen Beziehungspartner erlebt.
Die gesundheitlichen Folgen von häuslicher Gewalt sind für Frauen und Mädchen weitreichend. Die Folgen reichen von gesundheitsgefährdenden „Überlebens“- Strategien, wie Alkoholmissbrauch, Medikamentenabhängigkeit bis hin zu Suiziden. Wir sind es den Frauen schuldig, noch entschiedener gegen häusliche Gewalt vorzugehen. Ein wichtiger Schritt war das Gewaltschutzgesetz der Rot-Grünen-Bundesregierung, das am 1.1.2012 seit 10 Jahren in Kraft sein wird.
Um die umfassende Anwendung der bestehenden Gesetze und Hilfsmaßnahmen gewährleisten zu können, sind Schulungen für die Bayerische Polizei und die Justiz im Bereich häuslicher Gewalt zwingend erforderlich. Die Bayerische Staatsregierung muss ihre Beamten bei ihrer Arbeit stärker unterstützen. Die schönste Broschüre hilft nichts, wenn die Beamten in der Praxis aus Unkenntnis nicht weiterhelfen können!"