„Schon bei vorsichtig kritischer Haltung zum Sparpaket der Bundesregierung wird in der CSU von der Spitze auf eigene Leute offenbar heftig Druck ausgeübt", meint der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Thomas Beyer, zum angekündigten Ausscheiden der Vorsitzenden des Arbeitnehmerflügels CSA, Gabriele Stauner. Die CSA-Chefin, die seit kurzem eine der beiden Amtschefs in der Staatskanzlei von Horst Seehofer ist, will im Herbst nicht mehr für das Amt kandidieren, nachdem sie sich kürzlich kritisch über die schwarz-gelbe Bundespolitik geäußert und damit auch gegen ihren eigenen Chef Horst Seehofer gestellt hatte.
„Das Sparpaket hat eine soziale Schieflage und orientiert sich an dem Motto: Schutz der Starken, Reichen und Spekulanten", unterstützt der SPD-Fraktionsvize die CSA-Chefin ebenso wie deren Stellvertreter Konrad Kobler, der heute in einem ddp-Interview auf Korrekturen beim Sparpaket pocht. Besorgniserregend findet es Beyer, dass der frühere CSA-Vorsitzende Seehofer jetzt den unsozialen Kurs der Bundesregierung mit solchem Vorgehen wie im Fall von Frau Stauner noch anstachelt.