Adelheid Rupp: Rücktritt überfällig, weil Huber im Wochenrhythmus über belastbare Zahlen Bescheid wusste und Parlament getäuscht hatte
Der bayerische Finanzminister Erwin Huber kommt immer mehr unter Beschuss: Nach einem Bericht in der heutigen „Süddeutschen Zeitung" hat der frühere Finanzminister Faltlhauser den Verwaltungsrat der Bayerischen Landesbank bereits im August 2007 über das Debakel mit US-Papieren bei der BayernLB alarmiert und eine Sondersitzung veranlasst. Die Mitglieder des Verwaltungsrates und damit auch Huber, der jetzt stellvertretender Vorsitzender ist, wurden dann wöchentlich über Verluste und den Abschreibungsbedarf der BayernLB informiert, so die stellvertretende Vorsitzende des Landtags-Untersuchungsausschusses zur Landesbank-Krise, Adelheid Rupp (SPD).
Adelheid Rupp: „Spätestens mit Amtsübernahme des Finanzministeriums am 16. Oktober wusste Erwin Huber im Wochenrhythmus über die belastbaren Zahlen der BayernLB Bescheid. Es stellt sich die Frage, ob auf Initiative Hubers die Zahlen über die Risiko-Anlagen der BayernLB so lange wie möglich vertuscht werden sollten. Huber hat aber auf jeden Fall die Mitglieder des Bayerischen Landtags getäuscht. Dies ist ein weiterer Beleg für die Notwendigkeit seines Rücktrittes."