Die stellvertretende Vorsitzende des abgeschlossenen Untersuchungsausschusses zur Bayerischen Landesbank, Adelheid Rupp, bedauert die neuen Belastungen für die Bayerische Landesbank, die aus dem heute vorgestellten Bericht für das zweite Quartal 2008 hervorgehen. Danach sind die Wertberichtigungen aus dem Engagement auf dem US-Immobilienmarkt um 600 Millionen Euro auf jetzt 4,9 Milliarden Euro gestiegen.
Rupp: „Dieses erneut schlechte Ergebnis übersteigt die schlimmsten Befürchtungen. Es stellt sich die Frage, wie groß das Desaster am Ende noch werden wird", so Rupp.
Der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der Bayerischen Landesbank, Finanzminister Erwin Huber, habe nun das nachweislich größte finanzielle Debakel in der Geschichte der BayernLB zu verantworten, weil er den waghalsigen Geschäften mit ABS-Papieren zugestimmt und in der dadurch verursachten Krise als Aufsicht völlig versagt habe, so die Abgeordnete. „Das aktuelle Desaster der Landesbank ist noch größer als die schon immens hohen Milliardenverluste der BayernLB durch die in den Sand gesetzten Kirch-Kredite, durch ruinöse Geschäfte in Südostasien und die Pleite der Landeswohnungs- und Städtebaugesellschaft bei Immobiliengeschäften in Ostdeutschland zusammen" erklärt Rupp.
Die Rating-Agentur S&P hatte die Bayerische Landesbank bereits Anfang August von „stabil" auf „negativ" herabgestuft.