Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kathrin Sonnenholzner, wirft Wirtschaftsminister Zeil vor, nur die Interessen einer kleinen Gruppe zu vertreten und vor der Raucher-Lobby einzuknicken, wenn er nun Ärzte beschimpft, die sich für den Nichtraucherschutz engagieren. Die SPD-Gesundheitssprecherin, selbst Ärztin, betont, dass es Aufgabe von Ärzten ist, sich für die Gesundheit der Menschen einzusetzen.
Die SPD-Abgeordnete pflichtet ihrem CSU-Kollegen Thomas Zimmermann bei, dass es für einen Arzt „vernünftig" sei, die Antiraucher-Unterschriftenlisten in den Praxen auszulegen. „Warum verteidigt eigentlich der sogenannte Gesundheitsminister Söder nicht die härtere Linie beim Nichtraucherschutz? Der Gesundheitsschutz der Menschen muss in Bayern höchste Priorität haben," so Kathrin Sonnenholzner.
Sie weist auf die Folgen des Passivrauchens hin und darauf, dass Kinder und Jugendliche vor der Verführung zum Tabakkonsum geschützt werden müssten. Etwa 16.500 Menschen sterben jährlich allein in Bayern an den Folgen von tabakassoziierten Erkrankungen, über 400 davon durch die Folgen des Passivrauchens. Das Einstiegsalter beim Tabakkonsum liegt in Deutschland mittlerweile bei 11,6 Jahren.