Zum Vorschlag der Grünen, für Ältere Pflichtuntersuchungen hinsichtlich der Fahrtauglichkeit einzuführen, teilt die Vorsitzende der bayerischen SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus und Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf stellvertretend für die rund 35.000 Senioren in der bayerischen SPD mit:
"Die Statistik macht es deutlich: Ältere Autofahrer verursachen nicht mehr Unfälle als jüngere. Über 65-Jährige sind nur für rund 10 Prozent der Unfälle mit Verletzten oder Getöteten verantwortlich, obwohl sie rund 20 Prozent der Bevölkerung stellen. Es ist falsch und obendrein eine Unverschämtheit, wenn die Grünen ältere Autofahrer als eine „Zeitbombe“ bezeichnen. Ältere Fahrer haben den Vorteil der Erfahrung und fahren in der Regel äußerst besonnen. Wenn sie nicht mehr in der Lage sind zu fahren, geben viele Ältere freiwillig ihre Führerscheine ab.
Deshalb steht für uns fest: Wer eine regelmäßige Überprüfung der Fahrtauglichkeit haben möchte, der muss dies für alle Altersklassen fordern, nicht nur für die Älteren. Wenn die Grünen freiwillige Untersuchungen ab 65, Pflichtuntersuchungen für über 70-Jährige sowie weitere Untersuchungen der Älteren durch einen Verkehrspsychologen fordern, dann ist das reine Altersdiskriminierung.
Was wir in der älter werdenden Gesellschaft brauchen, ist Beratung sowie ein Ausbau des Angebots für Auffrischungskurse und Sicherheitstrainings. Wir brauchen dagegen keine diskriminierenden Regeln, die den falschen Eindruck erwecken, die Älteren seien das Verkehrsrisiko Nummer eins."