Die europäische Woche der Regionen in Brüssel ("Open Days") war ein voller Erfolg. Bei der Eröffnungs-Veranstaltung am Montag wurde deutlich, dass die Antworten auf die globale Krise nicht zuletzt auf regionaler Ebene gegeben werden müssen. Kerstin Westphal, SPD-Europaabgeordnete aus Franken, betont: "Um gemeinsame Lösungen zu finden, ist eine enge Verzahnung von lokaler, regionaler und europäischer Ebene wichtig. Viele Veranstaltungen und Workshops in der "Open Days"-Woche haben dafür gesorgt, dass die Bedürfnisse der Kommunen und Gemeinden in Brüssel noch mehr Gehör finden."
Auch Franken hat sich bei den "Open Days" eingebracht. Bei einer Veranstaltung in der bayerischen Landesvertretung ging es um die Metropolregionen: Die großräumige Zusammenarbeit in Stadt-Land-Partnerschaften kann eine Antwort auf die Herausforderungen sein, die sich nicht mehr in einzelnen Städten oder Landkreisen lösen lassen. Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly berichtete von den Erfahrungen der Metropolregion Nürnberg. Seit 2005 arbeiten über 500 Kommunen in Franken und der Oberpfalz zusammen, um sich in Bayern, Deutschland und Europa als Einheit mit eigenem Profil zu positionieren. Die Städte und Landkreise machen freiwillig mit, denn dieser Zusammenschluss ist nicht von oben verordnet.
Es war übrigens die bayerische SPD-Landtagsfraktion, die damals die Idee einer "Metropolregion Nürnberg" überhaupt erst ins Gespräch gebracht hat. Die CSU hatte dies lange blockiert. Kerstin Westphal dazu: "Für die Sozialdemokraten ist immer schon klar gewesen, dass sozialer und gesellschaftlicher Fortschritt wichtig ist - und dass sich dieser Fortschritt gemeinsam besser erreichen lässt als alleine. Diese Erkenntnis gilt auch für die Bereiche Kultur, Wirtschaft und Technologie." Bei der Veranstaltung in der bayerischen Landesvertretung sei wieder deutlich geworden, dass Metropolregionen wichtige Wachstumspole sind und die Wettbewerbsfähigkeit Europas stärken und sichern können.