Zur Diskussion um den Rappinalmweg erklärt Klaus Barthel, MdB, Mitglied des Präsidiums der BayernSPD:
"Bisher haben Söders hektische Öko-Schwenks zwar Verwunderung ausgelöst, aber nichts bewirkt. Jetzt aber findet die Nagelprobe statt: am 16. Juli im Bayerischen Landtag. Denn dann geht es auch um den unnötigen und umweltschädigenden Rappinalmweg in der Kochelseeregion. Noch kann dieses Bauvorhaben gestoppt werden!
In Söders neuem Engagement für die Alpen – zuletzt zu vernehmen beim Auftakt zur Bayerischen Klimawoche 2009 - ist viel die Rede vom Klimawandel, von Fehlleitung von Geldern und verstärktem Schutz der Alpen. So sollten das Wasser und die Bergwälder geschützt werden, eine Abkehr von der Straße stattfinden und seltene Arten gerettet werden.
Gleichzeitig boxt die Schwarz-Gelbe Koalition im Landtag im konkreten Einzelfall das Gegenteil durch: Der Straßenbau im Steilgelände zur Rappinalm wegen 16 Rindviechern und 4 Nutzungsmonaten im Jahr kostet Hunderttausende von Steuer-Euros, verschandelt die Landschaft, bringt neue Erosionsgefahren, zerstört Biotope und produziert neuen Verkehr. Wenn man den Bauern einen Bruchteil des Geldes direkt gäbe, wäre ihnen mehr geholfen als mit teuren Kiespisten auf den Berg.
Schade, dass so mancher Landwirt trotz Milchpreiskrise noch immer nicht einsehen will, dass die althergebrachte Subventionitis das Gegenteil von dem erreicht, was die Bauern letztlich wollen. Söder muss die verkrustete Agrarlobby in Verbänden, Behörden und Ministerien stoppen. Sonst ist sein Alpen-Engagement unglaubwürdig, bevor es noch richtig begonnen hat."