Laut ddp-Meldungen schlägt eine tschechische Behörde Karlsbad und Krumau als Standorte für ein Atommüllendlager vor. Dazu erklärt die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion und stellv. Sprecherin der Bayerischen SPD-Landesgruppe, Petra Ernstberger (Hof):
„Die Pläne der tschechischen Behörde für Nuklearabfallentsorgung, ein Atommüllendlager nahe der bayerisch-böhmischen Grenze zu errichten, stoßen sowohl in Ostbayern als auch in Böhmen auf massiven Widerstand. Zwar ist die Tauglichkeit der avisierten Standorte noch nicht abschließend untersucht, dennoch sind schon jetzt erhebliche Zweifel angebracht. Die dafür vorgesehenen militärischen Sperrgebiete wurden bereits in der Vergangenheit als unsicher eingestuft. Daher lehne ich diese Pläne ab. Allerdings muss die Bundesregierung gemeinsam mit der tschechischen Regierung nach einer sicheren Alternative für die Endlagerung suchen.
Wiederum ist die CSU-Kritik an den tschechischen Plänen nichts als pure Heuchelei. Hier macht sich der atomare Bock zum umweltpolitischen Gärtner - eine höchst unglaubwürdige Polemik, die in Tschechien niemand ernst nehmen wird. Man kann nicht Atomkraft im eigenen Land befürworten und gegen atomare Endlagerung beim Nachbarn sein. Die CSU soll erst einmal vor ihrer eigenen Haustür kehren.“