Nach dem klaren Bekenntnis von Ministerpräsident Seehofer zum Donau-Ausbau zwischen Straubing und Vilshofen (siehe heutige „Mittelbayerische Zeitung") kündigt der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher jetzt Widerstand an. „Der bayerische Ministerpräsident hat sich jetzt dezidiert für die Staustufe-Variante C 280 ausgesprochen. Wir werden gegen diesen Betonkurs mobil machen. Die SPD-Landtagsfraktion fordert seit mehreren Jahren den naturverträglichen Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen," betont der SPD-Fraktionsvorsitzende.
Grundlage dafür sei auch ein Bundestagsbeschluss vom 7. Juni 2002. Danach kommt nur ein sanfter Ausbau der Donau in Betracht, also flussregulierende Maßnahmen ohne neue Staustufen. Rinderspacher: „Wir fordern freie Fahrt auf der freien Donau. Den Bürgern muss das wunderschöne Naturdenkmal erhalten bleiben - die Donau darf kein trister Kanal werden."
Einen Ausbau hält der SPD-Fraktionsvorsitzende aus ökologischen Gründen für nicht vertretbar und aus wirtschaftlichen Erwägungen für unsinnig. Rinderspacher: „Was soll es uns bringen, wenn täglich maximal 3,8 Schiffe an uns vorbei fahren? Wenn man das Geld für Wirtschaftsförderung in der Region ausgeben würde, hätten alle etwas davon. Ich plädiere dafür, das Weltkulturerbe verstärkt für den Tourismus zu nutzen."