Der stellvertretende Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zum Kauf der österreichischen Skandalbank Hypo Group Alpe Adria (HGAA), Harald Güller, hält die heute bekannt gewordene Beratertätigkeit des früheren Finanzminister Prof. Dr. Kurt Faltlhauser für die Rothschildbank für höchst unangemessen. „Rothschild hat den verhängnisvollen Kauf der HGAA durch die Landesbank eingefädelt und dafür laut Bayerischem Rundfunk acht Millionen Euro kassiert. Faltlhauser saß vorher im Verwaltungsrat der Landesbank, und die Bürgerinnen und Bürger Bayerns haben einen Schaden von 3,7 Milliarden Euro. Die Landesbank-Amigos lassen grüßen", erklärt Güller.
Güller kündigt an, diesen Sachverhalt im Untersuchungsausschuss genau zu beleuchten. „Wir müssen auf jeden Fall klären, ob es hier ein eigenes finanzielles Interesse gegeben hat." Aus den Akten des Untersuchungsausschusses war bereits bekannt, dass die Rothschild-Bank ein Erfolgshonorar für den Kaufabschluss bezogen hat. Geklärt werden muss nun, wer von den Zahlungen direkt oder indirekt profitiert hat. Faltlhauser wird im Herbst einer der ersten Zeugen im Untersuchungsausschuss sein.