Die CSU schwächt mit ihrer Schulpolitik die Regionen Bayerns

Portrait Hans-Ulrich Pfaffmann

Dienstag, 1. April 2008

SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann: Die Schule muss mit regionalem Konzept im Dorf bleiben - an Hauptschulen einen mittleren Abschluss ermöglichen

Der SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann appelliertan Städtetag, Gemeindetag und die Kreistage, im eigenem Interesse das Konzept einer regionalen Schulentwicklung stärker zu unterstützen. „Die Entwicklung eines regionalen Schulkonzeptes sollen die Gremien vor Ort erarbeiten und auch entscheiden dürfen. Somit werden sinnvoller Weise die Entscheidungskompetenzen für ein regionales Schulkonzept "nach unten" verlagert", erklärt Pfaffmann.

Seit dem Jahr 2000 seien alle Teilhauptschulen Bayerns und 60 Hauptschulen geschlossen worden. Die CSU-Staatsregierung weigere sich jedoch nach wie vor, eine Bestandsgarantie für kleine Schulstandorte abzugeben. „Damit schwächt die Staatsregierung die Regionen Bayerns erheblich und in voller Absicht", so der Münchner Abgeordnete.

Schulen müssen aber am Ort bleiben nach dem Prinzip "die kleinsten Beine, die kürzesten Wege", aus pädagogischen Gesichtspunkten und aus Gründen der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung vor Ort. Die SPD hat deswegen schon immer eine regionale Schulentwicklung mit dem Ziel gefordert, die wohnortnahe Schule zu erhalten. Sämtliche parlamentarischen Initiativen zu diesem Thema wurden allerdings von der CSU abgelehnt.

„Wir fordern ein regionales Schulkonzept mit dem Ziel, möglichst viele Schüler und Schülerinnen mit attraktiven schulischen Angeboten und Abschlussmöglichkeiten bis zur 10. Jahrgangsstufe am Ort zu halten. Hierzu gehört auch das Angebot, zum Beispiel an jeder Hauptschule einen mittleren Bildungsabschluss anzubieten", so der SPD-Bildungsexperte.

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