Zu den Ergebnissen der CSU-Klausur erklärt der Landesvorsitzende der BayernSPD und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ludwig Stiegler:
"Es ist faszinierend zuzusehen, wie die CSU ihre Jahrzehnte lang aufgebaute Fassade selber einreißt und sich in atemberaubendem Tempo selber dekonstruiert. Die Caesarmörder Beckstein & Huber sind unfähig zu steuern und müssen zusehen, wie das teuer aufgebaute fingierte Image der als geschlossen und handlungsfähig verkauften Partei verschwindet und die jahrelang verborgene innere Zerrissenheit aufbricht.
Der neue Slogan «Sicherheit geben, Werte bewahren, Chancen schaffen» ist der bemühte Versuch, wieder etwas zu vermitteln, was in Wirklichkeit fehlt. Die neue Führung der Putschisten gegen Stoiber ist sich ihrer selbst nicht sicher. Die Krise der Landesbank zeigt, wie unter der Regierung der CSU Werte nicht bewahrt werden. Das beste ist noch, dass sie der Opposition in Bayern die Chance geben, diese verbrauchte und zerstrittene Partei abzulösen."
Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Franz Maget, sieht das von Ministerpräsident Günther Beckstein in Wildbad Kreuth vorgestellte Konzept zur Stärkung Bayerns als Sammelsurium von Ankündigungen, Worthülsen und leeren Wahlversprechen. In der CSU regierten fünf Monate vor der Landtagswahl Verunsicherung und die Angst vor dem Mehrheitsverlust. Es sei, so der SPD-Fraktionschef, völlig unglaubwürdig, wenn man den Menschen weismachen wolle, dass man Fehler, für die man seit 50 Jahren die Verantwortung trage, in fünf Monaten wieder gut machen könne.