Die CSU blufft und will Abstaubertore schießen

Portrait Stiegler

Montag, 5. Mai 2008

Zu den steuerpolitischen Vorschlägen des CSU-Vorsitzenden Huber erklärt der Landesvorsitzende der BayernSPD und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ludwig Stiegler:

"Die Caesarmörder Huber&Beckstein sind in Panik und auf der verzweifelten Suche nach Themen, von denen sie sich neue Akzeptanz und Beliebtheit erhoffen. Nachdem ihre ungerechte, unfaire und ineffiziente Bildungspolitik auf allen Plätzen Bayerns ausgepfiffen wird, greift Erwin Huber hinterlistig und hinterfotzig, wie wir Bayern sagen, nach der Steuerpolitik, um die CSU als Steuersenkungspartei zu profilieren. Er will, wie so oft, aber nur ein Abstaubertor schießen.

Denn er weiß so gut wie alle anderen in der Koalition, dass die Steuerpolitik ohnehin auf den Prüfstand kommt:

  • Dieses Jahr ist der 6. Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern vorzulegen. Er wird aufzeigen, was zur Sicherung des notwendigen Lebensunterhalts für Alleinstehende wie für Eltern und Kinder steuerfrei bleiben muss. Es ist deshalb zu erwarten, dass schon von Verfassung wegen die Grundfreibeträge und die Kinder- und Betreuungsfreibeträge angepasst werden müssen. Ob die von der CSU vorgeschlagenen Beträge überhaupt ausreichen, wird erst der Existenzminimumsbericht zeigen. Aber Huber will erst mal den Schein erwecken, er kämpfe für eine Steuersenkung, die aber schon durch die Verfassung geboten ist.
  • Hinzu kommt noch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 14. März, das dazu führen wird, dass der Sonderausgabenabzug für die Krankenversicherungsbeiträge angehoben wird und weitere Verteilungsspielräume über das verfassungsrechtlich gebotene Volumen hinaus recht unwahrscheinlich bleiben werden.
  • Nicht anders verhält es sich mit der Pendlerpauschale. Die CSU hat bei den Koalitionsverhandlungen und danach immer zu denen gehört, die sie abschaffen und/oder einschränken wollten. Die Bayerische SPD-Landesgruppe wollte immer das Gegenteil. Nun wird wegen Angst um die Mehrheit aus dem Saulus ein Paulus, weil ohnehin die Korrektur durch das Bundesverfassungsgericht ansteht. Hätte die CSU-Landesgruppe mit der SPD-Landesgruppe zusammengearbeitet, wäre das Problem schon vom Tisch und Karlsruhe hätte gar nicht erst bemüht werden müssen.
  • Die „Rechtsverschiebung“ des Steuertarifs, d.h. die Abmilderung der Progression, ist schon seit Jahren Ziel der SPD. Allerdings haben wir uns im Koalitionsvertrag zusammen mit CDU und CSU auch verpflichtet, die Sanierung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden zu betreiben. Es ist deshalb bezeichnend, dass Huber in diesem Fall nur eine Hoffnung auf später politisch verkaufen will. Die Steuerpolitik der CSU ist unseriös und verstößt gegen Geist und Buchstaben des Koalitionsvertrages. Aber das schert die in Panik geratene CSU nicht. Sie versucht, wie auch auf dem Felde der Gesundheitspolitik, Abstaubertore zu schießen.

Ich glaube nicht, dass die bayerischen Wählerinnen und Wähler solche Tore wirklich anerkennen werden. Auf Hoffnung setzen sie bei der CSU nimmer, denn sie haben in der Bildungspolitik Erfahrungen gemacht, die sie gelehrt haben, Wahlversprechen von der Wirklichkeit der CSU-Politik zu unterscheiden."

Benutzerdefinierte Suche

Alle Newsmeldungen: zum Archiv

Bleiben Sie auf dem neuestem Stand.

Der Newsletter der BayernSPD informiert Sie über aktuelle Themen und Termine.

Mehr Infos und Anmeldung:

http://newsletter.bayernspd.de

Mit unserem neuen BayernSPD-Newsmodul kann jeder unsere aktuellen News auf seiner eigenen Website haben! Und das beste: Das Newsmodul kann ganz einfach in jede bestehende Website eingebaut werden!

Gleich loslegen: So funktioniert das Newsmodul

Für einen schnellen Überblick über die aktuellsten Inhalte auf unserer Website bieten wir Ihnen unseren kostenlosen Newsfeed an.

Abonnieren Sie den RSS-Newsfeed der BayernSPD:

http://bayernspd.de/news/rss

Was ist RSS?

RSS ist ein Service, der es ermöglicht, aktuelle Inhalte einer Website direkt zu sichten. Dabei muss die Website nicht besucht werden. RSS-Feeds sind in vielen E-Mail-Programmen abonnierbar oder durch spezielle Feed-Reader-Programme zu lesen. Dort werden die neuesten Inhalte einer Website durch eine Übersicht und eine Textanriss sowie einem weiterführenden Link dargestellt.

Erfahren Sie mehr:

http://www.rss-verzeichnis.de

  • 18.05.2012 | 20:00 | Hilpoltstein
    24. MALI-FEST: Reggae Open-Air mehr…
  • 18.05.2012 | 19:30 | München
    BWK-Konferenz: Finanzmärkte und Finanzkrise mehr…
  • 22.05.2012 | 19:30 | Oberhaching
    „Rechtsextremismus - (k)ein Problem in Oberhaching?“ mehr…
  • 22.05.2012 | 20:00 | Garching
    „Auf dem rechten Auge blind?“ mehr…
  • 24.05.2012 | 19:30 | Henfenfeld
    Politik und Häppchen mehr…
  • 24.05.2012 | 20:00 | Oberschleißheim
    „Rechtsextremismus in Bayern – Wie kann die Demokratie sich wehren?“ mehr…

Zu den Terminen

  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

    Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): Norbert Röttgen hat am Mittwoch nicht etwa um Entlassung aus dem Amt des Bundesumweltministers gebeten - als Reaktion auf seine Wahlniederlage…
    vor 5 Stunden

  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

    Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): Wie wollen wir morgen wirtschaften, entscheiden und leben? Über diese Fragen debattieren am Wochenende mehrere hundert junge Menschen auf dem…
    vor 6 Stunden

  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

    Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles zur Entlassung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen: „Der Rücktritt von Norbert Röttgen ist ein weiterer…
    vor 7 Stunden