Bayerns DGB-Chef Fritz Schösser war am Mittwoch im Münchner Maximilianeum zu Gast in der SPD-Landtagsfraktion, um die SPD-Abgeordneten über das am 1. Mai gestartete Volksbegehren zur Durchsetzung des Mindestlohns in Bayern zu informieren. Die erforderliche Zahl von 25.000 Unterschriften war bereits am Nachmittag des 1. Mai landesweit bei den zahlreichen DGB-Kundgebungen erreicht, berichtete Schösser. Trotzdem wird kräftig weitergesammelt, da es überall breite Unterstützung gibt und die DGB-Aktion neben der SPD auch von Grünen, ÖDP und den beiden großen christlichen Kirchen unterstützt wird.
SPD-Fraktionsvorsitzender Franz Maget würdigte ebenso wie Schösser dieses Bündnis auf einer breiten gesellschaftlichen Basis. Als einzige Partei macht die CSU nicht mit, stellte Schösser fest. Maget kündigte an, dass ab Freitag landesweit in den Bürgerbüros der SPD die Unterschriftslisten ausliegen. Damit wollen die Sozialdemokraten dem Mindestlohn-Anliegen noch mehr Nachdruck verleihen. Überhaupt gebe es eine Reihe gemeinsamer Projekte der SPD mit dem DGB. Maget verwies beim Thema Mindestlohn auf die Bayerische Verfassung, in der diese Möglichkeit dank SPD-Verfassungsvater Wilhelm Hoegner ausdrücklich vorgesehen ist. Maget: „Diesen Artikel greift der DGB jetzt auf."