Bildungssprecher Pfaffmann teilt die Kritik des Aktionsrates Bildung am Schulsystem - Bayern braucht Innovationen und Investitionen
Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann, teilt die Kritik des Aktionsrates Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) am Schulsystem, die dieser heute im Jahresgutachten 2008 benannt hat. Seit Jahren warnt Pfaffmann davor, dass gerade Bayern mit der internationalen Entwicklung nicht mithalten kann, wenn nicht grundlegende Reformen des Schul- und Bildungswesens eingeleitet werden. „Leider mauert Bayern hier seit Jahren und lässt eine innovative Schulentwicklung, die nationalen und internationalen Standards standhält, nicht zu. Die Gründe hierfür liegen in einer dogmatischen, ideologisch geprägten Bildungspolitik von CSU und Staatsregierung", stellt der Münchner Abgeordnete fest. Als vordringlich sieht Pfaffmann mehr Investitionen im Bildungsbereich. Die SPD fordert seit langem die sogenannte „Bildungsmilliarde", um die Mängel im Bildungssystem wirksamer bekämpfen zu können.
Dazu zählt Pfaffmann: Zu wenig individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler, zu wenig Ganztagsschulen, zu wenig Lehrpersonal, erhebliche Defizite bei der Sprachförderung sowohl im Kindergarten als auch in der Schule, zu wenig Selbstständigkeit der Schulen und zu große Klassen. Probleme gibt es bekanntlich besonders im G8 und in der Hauptschule.
Pfaffmann bedauert, dass eine innovative Schulentwicklung nicht voran kommt. Dazu zählt er eine längere gemeinsame Lernzeit, bessere frühkindliche Bildung, Erhalt der wohnortnahen Schule, Stärkung von Basiskompetenzen sowie vernetztes und anwendungsorientiertes Wissen statt stures Pauken. Kein Schüler soll die Schule ohne Abschluss verlassen und an jeder Schule muss ein mittlerer Schulabschluss möglich sein.