Zu der Spitzel-Affäre um den bisherigen Seehofer-Büroleiter Zorzi erklärt die bayerische SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen, MdL:
„Seehofer hat seinen Laden nicht mehr im Griff. Die Spitzelaffäre zwischen Staatskanzlei und CSU-Landesleitung scheint Teil der Auseinandersetzung um seine Nachfolge zu sein. Offensichtlich kämpfen hier verschiedene Seilschaften darum, sich die beste Ausgangsposition zu sichern. Das Hacken von Computern eigener ‚Parteifreunde‘ zeigt: Der CSU-Erbfolgekrieg wird schmutzig.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Zorzi allein aus eigener Initiative gehandelt hat. Er gehört in der CSU eindeutig zur Söder-Seilschaft. Nachdem Söder im Nachfolgekampf mit Guttenberg und Haderthauer die Felle davon schwimmen, greifen seine Helfershelfer nun wohl zu unsauberen Methoden.“