Der heute veröffentlichte Bildungsmonitor 2010 des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), wonach der Freistaat Bayern seinen bundesweiten Spitzenplatz aus dem Jahr 2004 verloren hat und hinter Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg wie letztes Jahr auf Platz vier rangiert, bestätigt nach Ansicht des bildungspolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann, den bayerischen Bildungsbericht und die PISA-Ergebnisse der letzten Jahre. Seit vielen Jahren hätten Bildungsexperten und die SPD auf den „blamablen" Umstand bei der Ganztagsbetreuung von Schülern und bei der Integration von Einwandererkindern hingewiesen.
Pfaffmann: „Es rächt sich nun, dass die Regierungsparteien CSU und FDP sämtliche SPD-Initiativen zur Ganztagsbetreuung abgelehnt haben. Es ist beschämend, dass Seehofer, Zeil und Spaenle seit ihrem Amtsantritt nichts getan haben, damit Bayern wieder an die Spitze kommt."
Die Konsequenz aus der neuen Studie ist für den SPD-Bildungssprecher, der auch Vorsitzender des Bildungsausschusses im Landtag ist: „Der Ausbau der gebundenen Ganztagsbetreuung muss deutlich schneller für alle Schularten stattfinden – innerhalb der nächsten zwei Jahre muss etwa jede 3. Schule eine Ganztagsbetreuung anbieten.." Außerdem bräuchten die Schulen „nicht nur leere Worte, sondern tatsächlich mehr Lehrer", um beispielsweise auch Kinder mit Migrationshintergrund besser zu fördern.