Beschämendes Gerede des Professors aus Chemnitz

Portrait Beyer

Montag, 8. September 2008

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Beyer übt scharfe Kritik an den Berechnungen des Chemnitzer Wirtschaftsprofessors Friedrich Tießen, der die Höhe der Hartz-IV-Sätze infrage stellt und vorrechnet, dass 123 Euro Minimalbedarf pro Monat für einen Erwachsenen ausreichen. „Es ist wirklich beschämend, dass unter dem Deckmantel der Forschungsfreiheit derart menschenverachtende Aussagen getroffen werden. Die Höhe der gegenwärtigen Regelsätze bei Hartz IV ist für mich bereits das absolute Minimum für eine menschenwürdige Existenzsicherung."

Beyer, der auch Landesvorsitzender der bayerischen Arbeiterwohlfahrt ist, hält eine Absenkung des Hartz-IV-Satzes für völlig inakzeptabel. „Die Vorschläge des Professors aus Chemnitz schließen die Menschen von jeglicher Teilnahme am kulturellen, sozialen und gesellschaftlichem Leben aus. Das ist menschenunwürdig und in einem Sozialstaat verfassungswidrig." Beyer verweist zudem auf die intensive Diskussion hin, die im Augenblick um den Regelsatz für Kinder geführt wird. Jeder, der sich seriös an der Diskussion beteilige, erkenne an, dass bei den aktuellen Sätzen gerade die besonderen Bedarfe von Kindern, beispielsweise bei der Einschulung und der jährlichen Schulausstattung oder bei der Mittagsverpflegung, nicht ausreichend berücksichtigt sind.

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