Der SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Maget ist heute zusammen mit Landtagsvizepräsident Prof. Dr. Peter Paul Gantzer, den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Johanna Werner-Muggendorfer und Dr. Thomas Beyer sowie dem örtlichen Abgeordneten Wolfgang Vogel in Erlangen zu Gesprächen mit Mitgliedern des Siemens-Gesamtbetriebsrats zusammengetroffen.
Die SPD-Landtagsfraktion, so Maget, sei in großer Sorge, dass das neue Siemens-Management den angekündigten Abbau von rund 17 000 Arbeitsplätzen, davon rund 6000 in Deutschland, tatsächlich umsetze. Diese Maßnahme sei nicht nur überraschend und unsozial, sondern entbehre auch jeglicher Begründung. „Die meisten Siemensstandorte in Deutschland arbeiten produktiv und liefern hohe Erträge für das positive Gesamtergebnis des Unternehmens. Die SPD-Landtagsfraktion hat daher den Betriebsräten volle Unterstützung beim Kampf um den Erhalt der bedrohten Arbeitsplätze zugesagt. Zudem fordere ich die Staatsregierung auf, ebenfalls das Gespräch mit den Betriebsräten zu suchen und Druck auf den Unternehmensvorstand auszuüben", so Maget.
Siemens sei ein bayerisches Unternehmen und müsse es auch bleiben, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. Managementfehler dürfen nicht zu einem drastischen Arbeitsplatzabbau auf dem Rücken der Arbeitnehmer führen", so Maget. Dem Siemens-Vorstand hält Maget vor, mit seiner Ankündigung des Arbeitsplatzabbaus einen weiteren schweren Managementfehler zu begehen. Der Ruf des Unternehmens als verlässlicher Arbeitgeber werde dadurch ramponiert, wenn auf der einen Seite hunderte von offene Stellen bei Siemens zu besetzen seien und auf der anderen Seite tausende Mitarbeiter auf die Straße gesetzt werden. Nach solchen Entlassungsankündigungen könnte es schwierig werden, die benötigten Fachkräfte zu bekommen, so der SPD-Fraktionsvorsitzende.