Die SPD-Agrarsprecherin Maria Noichl begrüßt die Verbesserung der Situation der bayerischen Wälder, die aus dem heute vorgestellen Waldzustandsvericht hervorgeht, hält jedoch eine Erhöhung der Investitionen in den Forst für dringend erforderlich: „Wir müssen den Wald zukunftsfähig machen, dafür braucht es Investitionen. Von 71 Millionen Euro 2008 an Walderlösen der Staatsforsten wurden nur 26,5 Millionen Euro wieder investiert", bedauert Noichl.
Sie hat klare Vorstellungen, wie die Mittel eingesetzt werden sollen:
- Für den Waldumbau zugunsten von standortgerechten Mischwäldern mit einheimischen Baumarten.
- Mehr Geld für die Schutzwaldsanierung und Waldforschung.
- Mehr Mittel für Beratung in der Forstverwaltung und für die forstlichen Betriebsgemeinschaften.
- Modelle wie „13 Brennpunktprojekte zum Waldumbau" reichen nicht, sondern gebraucht wird Unterstützung in der Fläche, besonders private Waldbesitzer dürfen nicht alleine gelassen werden.
- Außerdem sollte das Prinzip „Wald vor Wild" zügig umgesetzt werden.
Der Waldzustandbericht des Landwirtschaftsministeriums ist laut Noichl eine gute Datengrundlage, doch leider vermisst sie Angaben zu wesentlichen Punkten: Wie will die Staatsregierung dem Problem Wildverbiss begegnen, der die Naturverjüngung erschwert?
Welches Konzept hat die Staatsregierung zum Thema Energiewälder? "Kurzfristiges Gewinnstreben darf niemals Ökologie und nachhaltige Forstplanung verdrängen", erklärt dazu die Abgeordnete aus Rosenheim