Bayerns Bildungswesen muss Weltmeister werden und nicht Regionalligameister

Portrait Pfaffmann

Mittwoch, 23. Juni 2010

"Wir freuen uns natürlich mit den bayerischen Schülerinnen und Schülern über die guten Ergebnisse im nationalen Vergleich; leider bedeutet das gute Abschneiden bei der nationalen Vergleichsstudie nicht, dass wir im internationalen Vergleich mithalten können", erklärt der SPD-Bildungsexperte und Vorsitzende des bildungspolitischen Ausschusses im Bayerischen Landtag, Hans-Ulrich Pfaffmann, zu den Zahlen der Pisa-Nachfolgestudie zum Schulerfolg. Pfaffmann: "Bayern ist erster in der Regionalliga. Das ist kein Grund zum Jubeln."

"Was für die Kompetenzwerte gilt, gilt für die Verteilung von Chancen erst recht", so der SPD-Bildungssprecher weiter. "Wenn ein Akademikerkind eine fast siebenmal höhere Chance auf einen guten Schulabschluss hat als ein Facharbeiterkind, dann ist das in der Kategorie Chancenausbeute ein grottenschlechtes Ergebnis. Und übrigens: Bayern wird da nicht besser, auch nicht unter dem Kultusminister Spaenle."

Das Ergebnis der IQB-Studie verbessert übrigens nicht die bestehenden bayerischen Probleme, stellt Pfaffmann weiter fest. "Leistungsdruck, Angst beim Übertritt, große Klassen vor allem in den Realschule und Gymnasien, Lehrermangel und fehlende Investitionen in den Bildungsbereich sind weiterhin kein Grund zum Jubeln für den Kultusminister."

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