Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Bayern wählte auf ihrer Landeskonferenz am Samstag, 19.07.08, Adelheid Rupp mit 96% erneut zur Landesvorsitzenden.
Die Situation von erwerbstätigen Frauen bestimmte die inhaltliche Diskussion der Konferenz.
"Frauen verdienen mehr, bleibt unser Motto. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist unsere Forderung. 23% Lohndifferenz bei gleicher Tätigkeit zwischen Männern und Frauen in Bayern ist für uns nicht tragbar. Wir fordern ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft. Appelle allein helfen nicht - dies hat die Vergangenheit bewiesen", so die alte und neue Vorsitzende und Münchner Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp.
Weiter beschloss die Landeskonferenz die Unterstützung des Volksbegehrens des DGB für einen Mindestlohn.
Rupp: "Die Einführung eines Mindestlohns ist eine zentrale Maßnahme für die Gleichstellung von Frauen und Männern."
70% der Beschäftigten im Niedriglohnsektor sind Frauen. Dies betrifft z.B. das Friseurhandwerk (Stundenlohn brutto: 6,34 €), Gartenbau (Gärtnerin, Floristin: 5,56€), Landwirtschaft (5,45€), Metallhandwerk (6,97€).
"Armutslöhne in einem reichen Land wie Bayern sind eine Schande!", so Adelheid Rupp, die auch stellvertretende Landesvorsitzende der BayernSPD ist.
Als Stellvertreterinnen wurden gewählt: Hildegard Gröger (Mittelfranken), Astrid Löffler (Niederbayern) und Beate Wöhrl (Oberbayern). Als Beisitzerinnen wurden unter anderem Angelika Graf, MdB und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 60plus, Isabell Zacharias, Landtagskandidatin und Vorsitzende des Bayerischen Elternverbandes, sowie Petra Sieber, Geschäftsführerin der evangelischen Frauenarbeit in Bayern, gewählt.