Angst um CSU: das Hofberichterstattungsorgan Bayerisches Fernsehen lädt Pronold wieder aus

Portrait Florian Pronold

Freitag, 4. April 2008

Vor gut einer Woche wurde Florian Pronold, Vorsitzender der Bayerischen SPD-Landesgruppe und stellvertr. SPD-Landesvorsitzender in Bayern, als Gast zu der Sendung „Sonntags-Stammtisch“ des Bayerischen Fernsehens am 6. April 2008 eingeladen. Vor drei Tagen wurden ihm die Themen mitgeteilt, u.a. sollte die Krise der CSU ein Schwerpunkt sein. Am heutigen Freitag wurde er überraschend ausgeladen mit der Begründung, über die Krise der CSU könne man nur mit einem CSU-Politiker reden. Zu diesem Vorgang erklärt Florian Pronold, MdB:

„Das Bayerische Fernsehen verletzt die journalistischen Grundsätze und macht sich einmal mehr zum Hofberichterstattungsorgan der CSU. Am 9. März 2008 war der CSU-Landesgruppen-Vorsitzende Peter Ramsauer in der Sendung zu Gast. Er durfte über die hessische SPD sprechen, obwohl er nicht der SPD angehört.

Die Begründung für meine Ausladung, nur ein CSU-Politiker dürfe sich zur CSU-Krise äußern, spottet jeder Beschreibung. Das wäre genauso, als würde man in eine Sendung über Serienmörder nur Serienmörder einladen und keine Staatsanwälte.

Die CSU hat angesichts ihrer aktuellen Umfragewerte solche Angst, dass sie auf die Redaktionspolitik des Bayerischen Fernsehens wieder direkten Einfluss zu nehmen scheint. Ich werde mich über dieses Vorgehen beim Rundfunkrat beschweren.“

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